WinSCP: Entferntes Verzeichnis auf aktuellem Stand halten und dabei temporäre Dateien ausschließen
Mich plagte schon längere Zeit beim Verwenden von WinSCP die Frage, ob sich beim Verwenden der WinSCP-Funktion “Entferntes Verzeichnis auf aktuellem Stand halten” temporäre Dateien leicht ausschließen lassen.
Und zwar entwickle ich mit dem Aptana Studio, einer sehr fortschrittlichen IDE, welche – was für mich der Grund gewesen ist, von Dreamweaver zu wechseln – unter anderem Code-Vervollständigung für PHP, CSS und alle gängigen Javascript-Bibiliotheken, wie zum Beispiel jQuery, anbietet. Diese auf Eclipse basierende Entwicklungsumgebung erstellt beim Bearbeiten von Dateien temporäre Kopien, welche im Verzeichnis der Quelldateien abgelegt werden.
Durch die Verwendung der WinSCP-Funktion “Entferntes Verzeichnis auf aktuellem Stand halten” werden lokale Änderungen in einem Ordner überwacht und auf dem entfernten Server gespiegelt. Das hat in meinem Fall zur Folge, dass auch alle temporären Dateien kopiert werden. Im Endeffekt mag das zwar nicht schlimm sein, weil sie wieder vom entfernten Server gelöscht werden, sobald sie für meine IDE nicht mehr von Bedeutung sind, jedoch steigt vor allem bei langsamer Verbindung die Zeit, die verstreicht, bis die Spiegelung vollständig ist.
WinSCP bietet für diese Problematik eine Lösung, die um einiges leichter ist, als man vielleicht erwartet.. Im untersten Bereich des Fensters für die Übertragung findet sich auch ein Button “Übertragungseinstellungen”:
Screenshot 1
Übertragungseinstellungen
Nach Klicken öffnet sich eine Auswahlliste, die unter anderem den Eintrag “temporäre Dateien ausschliessen” enthält:
Screenshot 2
temporäre Dateien ausschliessen
Nach Auswahl wird eine Ausschlußmaske angezeigt:
Screenshot 3
Ausschlußmaske: *.bak; *.tmp; ~$*; *.wbk; *~; #*; .#*
Für mich ist das bereits ausreichend, weil Aptana temporäre Dateien mit *~ benennt. Sollte die Ausschlußmaske die Dateiendung jedoch nicht abdecken, so lässt sich im Auswahlmenü aus Screenshot 2 auch “Benutzerdefiniert” auswählen und eine eigene Ausschlußmaske definieren:
Screenshot 4
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